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30.08.10: 15th International Conference for Women Engineers and Scientists 2011 in Australien: bis 1. Dezember Abstracts einreichen
ICWES15 – die International Conference for Women Engineers and Scientists –...
Termine
02.10.10: Mein Kopfhörer für meine Musik!
Mutter-Tochter-Kurs zum Kopfhörer bauen
Anmeldeschluss: 11.9.2010
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Vereinsprofil
Wer oder was wir heute sind bzw. wo wir heute stehen
Die Motive zur Gründung des dib waren denen des jährlichen Kongresses von Frauen in Naturwissenschaft und Technik, aus dem die meisten Frauenvereine in diesem Bereich hervorgegangen sind, sehr ähnlich. Am Anfang stand das Unbehagen mit unserer speziellen Situation als Frauen in der Technik, d.h. als Frau allein unter Ingenieuren und als Ingenieurin allein unter Freundinnen bzw. in der Frauenbewegung. Dazu kam der Wunsch nach Erfahrungsaustausch und fachlichen Diskussionen mit anderen Fachfrauen. Über diese Gründe hinausgehend, bestand aber auch ein Bedürfnis, diese Situation nicht nur für uns persönlich, sondern auch gesellschaftspolitisch zu verändern, d.h. die "tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter in Ausbildung und Beruf, die Erhöhung des Frauenanteils in technischen Berufen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frau und Mann" zu erreichen. Dazu gehört nicht zuletzt auch eine kritische Sicht aus unserer Perspektive auf die herrschende Technik selbst, die Industrieorganisation und die aktuelle Technologieentwicklung.
Der dib ist mit seinen 300 Mitgliedern zwar immer noch ein vergleichsweise kleiner Verein, aber er entwickelt sich kontinuierlich weiter und gewinnt stetig an Bedeutung. Die Arbeit wird bisher noch ehrenamtlich von Frauen geleistet, die mit Studium, Beruf und/oder Familie bereits voll ausgelastet sind. Daher konzentrieren wir unsere Ressourcen bewusst auf die Aspekte, bei denen wir "einzigartig" sind und die Themen, für die sich Mitglieder aus persönlichem Interesse, natürlich in Einklang mit unseren Zielen, engagieren. Dabei waren unsere Prioritäten bisher mehr auf die Praxisebene gerichtet, als auf die Entwicklung neuer theoretischer, wissenschaftlicher sowie wissenschafts- und technikkritischer Konzepte. Dort liegen auch unsere besonderen Stärken, denn organisieren und handeln haben wir in unserer Sozialisation als Ingenieurin alle gelernt.
dib als Fachverband
Als Zusammenschluss von Fachfrauen ist der dib ein (technikbezogener) Fachverband von Ingenieurinnen. Der Schwerpunkt unseres Austauschs steht unter dem Motto "mit anderen Frauen (anders) über Technik reden". In seiner Funktion als Fachverband bietet der dib z.B. ein Forum zur Diskussion fachlicher Fragen aus der Arbeitswelt, Seminare zur fachlichen Fortbildung, thematische Artikel im Vereinsmagazin und Exkursionen zu interessanten Objekten z.B. Arbeitsplätzen und Unternehmen an. Von anderen Fachverbänden unterscheidet sich der dib nicht nur durch die rein weibliche Mitgliedschaft, sondern auch durch den bewusst frauenparteiischen Blick auf die Technik und ihre Auswirkungen. Das Thema "feministische Technikkritik und -gestaltung" in Zusammenarbeit mit entsprechenden Schwesterorganisationen zu vertiefen, ist eines unserer längerfristigen Ziele.
dib als Berufsverband
Als Zusammenschluss von Ingenieurinnen ist der dib auch ein Berufsverband, der die berufliche Situation von Ingenieurinnen und ihre Chancen verbessern will. Eines seiner Aufgaben ist es, unsere besondere Situation in der Öffentlichkeit darzustellen und für die Interessen der Ingenieurinnen als "Expertinnen und Anwältinnen in eigener Sache" einzutreten. Neben der gegenseitigen beruflichen Unterstützung engagieren sich die Mitglieder aber auch dafür, junge Frauen für Technik zu interessieren, sie zur Wahl eines technischen Berufes bzw. einer technischen Ausbildung zu motivieren und sie auf ihrem beruflichen Weg zu unterstützen. Ziel ist es, sowohl den Anteil qualifizierter Frauen in der Technik zu erhöhen, als auch durch gezielte Lobbypolitik die Strukturen in den Ingenieurstudiengängen und der Berufswelt zu verändern. Hierzu dient uns auch der internationale Vergleich und die Bildung internationaler Zusammenschlüsse. Von anderen Berufs- und Standesverbänden unterscheidet uns auch hier die rein weibliche Mitgliedschaft, unsere Unabhängigkeit und unser besonderer Blickwinkel. Die o.g. Aspekte entwickeln sich immer mehr zu einem wichtigen Schwerpunkt unserer Arbeit (z.B. Mitarbeit in den Frauenräten, bei der Organisation von Kongressen, Beiträge auf Kongressen, Podiumsdiskussionen und anderen Veranstaltungen, Beteiligung an Messen, Öffentlichkeitsarbeit mit Stellungnahmen und Resolutionen, Pressearbeit und umfangreiche Internetpräsentation mit Stellenbörse). Eine unsere wichtigsten Aufgaben in der näheren Zukunft wird es sein, mehr junge Frauen, nicht berufstätige Frauen und mehr Ingenieurinnen aus den neuen Bundesländern für unsere Arbeit zu interessieren.
dib als Netzwerk
Als Zusammenschluss von Frauen für Frauen im Ingenieurberuf, die sich austauschen, gegenseitig informieren und im Berufsalltag unterstützen, ist der dib auch ein Netzwerk. Er bildet ein modernes frauenspezifisches Gegengewicht zu den "old boys networks" wie z.B. den Studentenverbindungen. Wir sind inzwischen in Positionen, in denen wir uns gegenseitig aber auch andere junge Frauen unterstützen können, wo unsere Frauenseilschaften Wirkung zeigen (können). Diese Funktion ist und bleibt die eigentliche Stärke - das Rückgrat - des dib. Der Austausch und der Kontakt zu gleichgesinnten Frauen, die in den gleichen Berufsfeldern zu Hause sind, findet in den Regionalgruppen und den Ausgaben des Vereinsmagazins, auf den Tagungen und der Mitgliederversammlungen statt. Wichtig ist uns dabei immer unsere persönliche Weiterentwicklung und die Stärkung unserer Persönlichkeit. Von anderen Frauennetzwerken unterscheidet sich der dib vor allem durch unseren gemeinsamen, immer noch frauenuntypischen, aber erfolgreichen, Berufsalltag in der Technik.
dib als feministischer Verein
Als Zusammenschluss nur von Frauen im Ingenieurberuf, die gemeinsam die Situation aller Frauen verbessern wollen, gleiche Chancen und Rechte für sie einfordern und gesellschaftliche Entwicklungen aus dem parteiischen Frauenblickwinkel betrachten ist der dib auch ein feministischer Verein. So beziehen sich unsere Themen, Stellungnahmen und Resolutionen auch auf Themenkreise die alle Frauen betreffen wie z.B. § 218, Steuer- und Rentenreform, Gleichstellungsgesetz. Hier unterstützen wir die Forderungen und andere Organisationen vor allem dadurch, dass wir unsere ganz speziellen Argumente in die allgemeine Diskussion werfen. Da das Feld dieser Themen schier unerschöpflich ist, hing das Engagement des dib bisher davon ab, ob sich einzelne Mitglieder besonders betroffen fühlten und daher aktiv wurden. Dies wird in Zukunft nicht anders sein. Wir hoffen aber, dass die Anzahl dieser Initiativen weiterhin steigt.


